Rekultivierung - Unsere Leistungen
Rekultivierungsmaßnahmen sind immer dann erforderlich, wenn sich im Rahmen von Eingriffen in die Landschaft auf künstlich hergestellten oder veränderten Flächen eine schützende Vegetationsdecke nicht schnell genug einstellt und somit die Gefahr großflächiger Erosion besteht. Für die Begrünung solcher Problemflächen, z.B. die Rekultivierung im Tagebau, existieren verschiedene Rekultivierungsverfahren.

Der
sofortige Schutz der Bodenoberfläche vor Erosion macht die Nassansaat zum wichtigsten Verfahren bei der Begrünung von erosionsgefährdeten Böschungen und Rohböden. Besondere Bedeutung gewinnt sie daher im Verkehrswegebau (Straßen, Bahnlinien, Lärmschutzwälle), im Wasserbau, im Bergbau (z.B. Braunkohle-Tagebau) und in Steinbrüchen sowie bei der Rekultivierung von Deponien, Truppenübungsplätzen und Skipisten.

Das Ziel von Begrünungen im Heudrusch®- und Heumulchverfahren ist – neben dem Erosionsschutz – die Etablierung ökologisch wertvoller
Pflanzengesellschaften standortheimischer Herkunft. Diese auch funktional
besonders effektiven Begrünungsverfahren sind zur Sicherung und Wahrung der genetischen Vielfalt durch die Übertragung lokaler Arten und Pflanzengesellschaften sowie geographischer Rassen, Unterarten und Kleinarten inzwischen unentbehrlich geworden. Voraussetzung ist eine sorgfältige Auswahl geeigneter, ökologisch möglichst
wertvoller Spenderflächen. Speziell bei umstrittenen Bauprojekten wird durch die Anwendung dieser Verfahren eine
größere öffentliche Akzeptanz erzielt.

Die maschinelle Begrünung mittels Normal- oder Trockenansaat wird im Gegensatz zur Nassansaat meist nur bei
gut zugänglichem, befahrbarem Gelände mit kulturfähigem Boden eingesetzt. Auch bei dieser Technik empfiehlt sich eine
sorgfältige Standortanalyse, um geeignetes Saatgut auswählen zu können. Einsatzgebiete sind z.B. die Rekultivierung von Truppenübungsplätze, Flughäfen, Kanalstraßen, Deponien, Golfplätze und Parkanlagen.