Ansaatverfahren
Für die Begrünung, Graseinsaat und Rekultivierung von Flächen mit wiesenartigen Pflanzengemeinschaften (Rasengesellschaften) aus Gräsern und Kräutern verwendet recu-systems - je nach Anforderung - unterschiedliche Verfahren:
- Ansaaten mit einer Optimierung der Bodeneigenschaften (Bodenverbesserungsmaßnahmen)
- Ansaaten mit einer Optimierung der Nährstoffgehalte im Boden (Düngungsmaßnahmen)
- Ansaaten mit einer Optimierung der Wasserspeicherfähigkeit und des Mikroklimas (Mulchsaaten)
- Ansaaten mit einer Optimierung des Erosionsschutzes (Boden fixierende Maßnahmen)

Erfolgreich angesäte Wildblumenwiese im ersten Sukzessionsstadium mit Ackerbegleitarten
(z.B. Kornblume, Klatschmohn)
Mittels Nassansaat können auch wertvolle Gehölzbestände etabliert werden. Voraussetzung sind geeignete Rohbodenstandorte und die Zumischung spezieller Zwischenfrucht- und Ammengräsermischungen. Durch Ansaat hergestellte Gehölzbestände sind wesentlich naturnaher und vor allem viel widerstandsfähiger und vitaler als gepflanzte Baumschulware!
Bestimmte Pflanzen oder Pflanzengesellschaften (Repositionspflanzen) können in Verbindung mit Boden verbessernden Komponenten zur Entschärfung von Bodenbelastungen (Kontaminationen) beitragen.
Ansaaten mit einer Optimierung der Bodeneigenschaften
Flächen mit ungünstigem Boden-pH, geringer Nährstoff- und WasserspeicherKapazität, fehlendem Humusgehalt oder erhöhter Ionenaktivität (Tausalz!) können meist nur begrünt werden, wenn zugleich basisch oder sauer wirkende Reagenzien, mineralische (z.B. Silicate) oder organische (z.B. Alginate) Komponenten und osmotisch wirkende Mittel angewendet werden. Diese sogenannten Bodenverbesserungsmittel beeinflussen die begrünungsrelevanten Bodeneigenschaften insoweit, als eine Keimung der Saat und die langfristige Entwicklung der Vegetation ermöglicht werden.
Ansaaten mit einer Optimierung der Nährstoffgehalte im Boden
Extrem nährstoffarm sind besonders tonmineral- und humusarme Rohböden. Ohne gewisse Mindestgehalte der pflanzenverfügbaren Makronährstoffe Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesium ist eine erfolgreiche Begrünung jedoch nicht möglich. recu-systems verwendet sowohl Startdünger mit rasch verfügbaren Nährstoffen für den kurzfristigen Bedarf als auch Langzeitdünger, die als langsam fließende Nährstoffquelle dienen.
Ansaaten mit einer Optimierung der Wasserspeicherfähigkeit (Mulchsaaten)
Durch das Ausbringen einer Mulchdecke aus organischen Faserstoffen im Zusammenhang mit Nassansaaten werden Saatgut und Keimlinge vor Witterungseinflüssen und Austrocknung geschützt. Dadurch werden sowohl der Keimungsvorgang als auch die Vegetationsentwicklung merklich beschleunigt und gefördert. Die Mulchschicht wird langsam mikrobiell abgebaut und aktiviert somit zugleich das Bodenleben. Als Mulchmittel dienen organische Fasern wie Strohhäcksel, Heu, Holzfasern, Zellulose und Baumwolle. Mulchschichten werden in der Regel in einem zweiten Arbeitsgang nach der Ansaat appliziert:
- Hydraulisches Ausbringen des Saatgutes in Kombination mit erforderlichen Zuschlagstoffen
- Hydraulisches Aufbringen der Mulchschicht, die ihrerseits mit speziellen Antierosiva (sog. Haft- oder Bodenklebern) auf der zu begrünenden Fläche fixiert wird.
So ist sichergestellt, dass die Samen auch tatsächlich unter der schützenden Mulchdecke liegen.
Ansaaten mit einer Optimierung des Erosionsschutzes
Bei Nassansaaten wird die Bodenoberfläche grundsätzlich mit speziellen Haft- oder Bodenklebern fixiert. Dadurch werden nicht nur Saatgut und Zuschlagstoffe, sondern auch die Bodenpartikel selbst auf der Oberfläche fixiert. Die Wasseraufnahmefähigkeit des Substrates bleibt dabei unbeeinflusst. Ein effektives Mittel vorausgesetzt, vermag selbst die mechanische Energie eines Platz- oder Gewitterregens die fixierte Bodenoberfläche nicht zu zerstören.
